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Stille-Wochenende im Gut Ralligen

16. März 2021

«Es braucht Räume und Zeiten, in denen die Seele mal alle «Schutzmasken» ablegen kann». Mit diesen Worten lud uns Bruder Thomas ins Gut Ralligen ein.

Anstelle der Frauenretraite, wie in anderen Jahren, trafen sich dort in diesem Jahr einige Menschen aus der Gemeinde für die zwei Tage und tauchten bei Gott ein. Ralligen ist ein Ort, der einlädt, vor Gott zur Ruhe zu kommen und auf ihn zu hören. Wir genossen wunderbares Wetter und eine wohltuende Gemeinschaft. Am Ende stellten wir fest, dass das Wochenende viel weniger «still» war, als erwartet.

Was willst du, dass ich dir tun soll? Was ist der Wunsch deines Herzens? Was ist dein Ziel? Wo willst du hin? Diese und andere Fragen und Gedanken aus der Geschichte von Bartimäus (Mk 10, 46 – 52) haben uns herausgefordert. E.H. vom Gut Ralligen, begleitete uns einfühlsam und liebevoll durch diese Tage. M.v.B. beschreibt ihre Gedanken so: «Das Gewand abwerfen»! Vers 50

Es gibt Zeiten, wo wir besonderen Schutz bedürfen und es gibt Zeiten, wo wir den Mantel getrost abwerfen dürfen. Der Begriff der «Palliative Care» hat für mich hier ein sinnbildliches Symbol. Palliativ stammt vom lateinischen Wort «Pallium», dies bedeutet «weiter Mantel», was soviel wie ummantelt sein, eingehüllt, geschützt sein, heisst.

So ist es auch mit dem geistlichen, seelischen Schutz bei Jesus. Er ummantelt uns in verletzlichen Zeiten, schenkt uns Befreiung sowie Stärke nach dünnhäutigen Lebensphasen, ermutigt uns, Ihm entgegenzugehen und den weiten Mantel getrost fallen zu lassen.

In den Versen 48 und 49 ruft Jesus uns und wir rufen Ihn, wie in der Bartimäus-Geschichte. Beide gehen aufeinander zu, ein vertrauensvolles Miteinander entsteht, dankbaren Herzens darf dies für mich erlebbar sein und werden. Und Jesus antwortete ihm und sprach: «Was willst du, dass ich dir tun soll?» Bartimäus aber sprach zu ihm: «Rabbuni, dass ich wieder sehend werde».

Es hat gutgetan, zur Ruhe zu kommen, die Seele neu umhüllen zu lassen. DANKE!
(BB)